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Trucktour 18. Juni bis 25. Juni 2005
Die Ausfahrt der etwas anderen Art

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Vor langer Zeit, bei der Heimfahrt von Slowenien, hatten wir die Idee, eine Tour für Wohnmobile auf LKW-Basis zu organisieren. Nachdem Thomas und Gerhard solche Fahrzeuge haben und beide gerne mit diesen unterwegs sind, wurde im Winter 2004 mit der Planung begonnen. Sofort war klar wer dafür die Organisation übernimmt. Natürlich Gerhard mit seiner Biggi. Schnell war auch der Name für diese Ausfahrt gefunden. Es sollte die TRUCKTOUR DURCHS STILLE MÜHLVIERTEL UND MYSTISCHE WALDVIERTEL werden und die sollte im Juni 2005 stattfinden. Nachdem die Route mehr oder weniger erarbeitet war, stellten wir die Einladung im Winter 2004 in die diversen deutschen und österreichischen Foren. Natürlich hatten wir keine Ahnung ob und wieviele Leute da mitmachen werden. Schon bald nach der Veröffentlichung der Ausschreibung, kamen die ersten Nachfragen und die Arbeit der Organisation begann. Die Route mußte noch ganz genau geplant werden, bevor wir sie abfahren konnten. Kontakt zu den Museen, Schlößern, Brauereien und anderen sehenswerten Orten mußte noch aufgenommen werden. Denn wir wollten schon, das Alle die wir vorhatten zu besuchen, auch wissen, daß wir mit einigen Leuten kommen werden. Auch mußten wir uns um Nächtigungsplätze umschauen. Denn wenn man mit ein paar LKW´s unterwegs ist, ist es nicht ganz so einfach einen schönen Platz für die Nacht zu finden. Viele Telefonate, E-Mails und HP-Besuche waren notwendig und im März waren wir soweit, daß die Tour abgefahren werden konnte. Wenn man mit "Dickschiffen" unterwegs ist, sollte man schon wissen ob auf der Route alle Brücken die nötige Traglast haben, ob alle Bahnunterführungen auch hoch genug sind und ob alle Ortsdurchfahrten auch breit genug sind. Wir wollten ja nur auf kleinen und kleinsten Strassen unterwegs sein.
 
Am Samstag den 18. Juni war´s dann soweit. Es hatten sich insgesamt 11 Fahrzeuge angemeldet und der Treffpunkt war auf einem Parkplatz einer Tankstelle in Passau. Biggi und ich waren schon um 11:00 da und warteten was da so auf uns zukommt. Angemeldet waren ein paar UNIMOG´s, 2 x MERCEDES, ein STEYR 680 (so wie der unsere), ein HANOMAG, ein IFA, ein MAGIRUS und auch ein DUCATO (das einzige "normale" Wohnmobil).
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Pünklich um 13:00 sind alle am Treffpunkt eingelangt. Das waren Fritz mit einem Unimog 404, Gerhard mit Greti und ihrem Steyr 680-er, Bernd und Margi auf Mercedes 710, Ludwig und Linda auch mit einem Mercedes 710, Dieter und Waltraut mit einem Fiat Ducato, Andrea auf Magirus 110D7, Kurt und Brigitte mit ihrem IFA W50, Marcus mit seinem Unimog 404, Latko und Birke auf Hanomag AL28 und Dieter mit seiner Doris auf Unimog 406 und wir mit unserem Smoky (Steyr 680). Gleich nachdem alle da waren, konnten wir schon feststellen dass wir gut zusammenpassen und auch alle die gleiche "Krankheit" hatten. So war gesichert das wir uns in den nächsten gemeinsamen Tagen gut verstehen werden. Also hieß es nach der Begrüßung zum ersten Mal "AUFSITZEN" und der Konvoi setzte sich in Bewegung.

20 Kilometer nach Passau war schon die erste Besichtigung am Programm - Stift Engelhartszell. Das einzige Trapistenkloster in Österreich. Sehr interessant und es gab herrlichen Käse und Likör im Klostershop zu kaufen. Nach dem ersten Kulturschock ging´s gemütlich weiter. Noch hatten wir mit unseren Monstern 50 Kilometer zu bewältigen. Gemütlich, über schmale Nebenstrassen erreichten wir unser Tagesziel - den Parkplatz der Bergstation des Hansbergliftes. Hier wollten wir die erste Nacht verbringen.

Am Sonntag war die Abfahrt für 10:00 geplant, so dass genügend Zeit für ein gemütliches Frühstück war. Um 12:00 erreichten wir Freistadt wo wir das Schloßmuseum besichtigten. Danach fuhren wir über die verträumten Nebenstrassen des Mühlviertels. Unterbrochen von kleinen Pausen am Strassenrand. Abends erreichten wir Karlstift wo wir unser Nachtlager bezogen. Wieder war ein schöner Frühsommertag vergangen und wir hatten die herrliche Landschaft im Sonnenschein genossen.

Für Montag waren ca. 80 Kilometer geplant. Um 10:00 verliessen wir Karlstift und über kleine Strassen fuhren wir Richtung Nebelstein, wo uns die Schotterstrasse weiter nach Weitra führte. Dort war Mittagspause und Besichtigung der Altstadt und des Textilmuseums angesagt. Am späten Nachmittag erreichten wir den Campingplatz in Gmünd. Es wurde ein netter gemütlicher Abend, bevor wir gegen 24:00 in die Betten krochen.
Am Dienstag hatten wir "kulturelle Pause" und genossen einfach die Landschaft, die wir mit unseren LKW´s bereisten. Knapp an der österreichisch-tschechischen Grenze ging´s gemütlich dahin. Kaum Verkehr und nur freundlich lächelnde Menschen, die uns bei den Ortsdurchfahrten zuwinkten. Am Nachmittag haben wir unser Tagesziel, die Liebnitzmühle, erreicht. Dort war für den Abend ein Grillbuffet für uns bestellt. Man soll sich ja auch auf Reisen verwöhnen lassen. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Liebnitzmühle, die uns hervorragend bewirtet hat und uns auch den Parkplatz für die Nächtigung zu Verfügung gestellt hat.
Mittwoch. Bis jetzt hatten wir herrliches Wetter, aber gleich nach dem Frühstück beganns zu regnen. OK, muß ja auch mal sein. Um 10:00 fuhren wir in Richtung Heidenreichstein wo wir um 12:00 die Wasserburg besichtigten. Anschliessend war Mittagspause und gegen 16:00 war Brauereibesuch in Zwettl. Dannach noch ca. 10 Kilometer bis zum Campingplatz bei der Ruine Lichtenfels am Stausse in Ottenstein. Im Laufe des Tages hat sich auch das Wetter wieder beruhigt und wir konnten den Abend beim Lagerfeuer geniessen.
Am Donnerstag war "Bärentag". In Arbesbach gibt´s nähmlich ein Bärenschutzzentrum welches wir anschauen wollten. Für viele von uns war das der erste Kontakt zu diesen Tieren. Toll was die Leute dort für die Bären tun. Und Nachmittags gabs dann noch einige Kostproben in einer Whiskybrennerei. Trotzdem sind wir gut am Tagesziel in Arndorf angekommen. Das war der Punkt wo sich Einige von der Gruppe trennten und nach Wien weiterfuhren. Sie wollten das große Dorf besuchen. Doch vorher gab´s noch ein schöne Kaffeejause bei Biggi und Gerhard, wo der Rest der Truppe auch übernachtete.
Freitag gings gemütlich weiter. Kleine Nebenstrassen durchs Waldviertel und später wieder runter zur Donau. Am Nachmittag schauten wir ins Keltendorf in Mitterkirchen. Ein Freilichtmuseum das sehr gut geführt wird und zu denken anregt, was unseren heutigen Lebenswandel anbelangt. Abends erreichten wir unseren Campingplatz in Au an der Donau, wo wir den letzten gemeinsamen Abend verbrachten.
Es war eine wunderschöne Woche und wir haben viele neue Freunde gefunden. Alle hatten viel Spass und viele neue "Erfahrungen" in Österreich. Man muß nicht unbedingt tausende Kilometer fahren um die schöne Welt kennenzulernen - sie beginnt vor der Haustüre. Man muß nur die Augen öffnen. Vielen Dank an alle die dabei waren, für die vielen schönen und lustigen Stunden.
Wir werden uns sicher irgendwo, irgendwann wiedersehen.

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